Aufopferungsvoll kämpfende Greffener belohnen sich in Handorf nicht selbst mit 3 Punkten

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Aufopferungsvoll kämpfende Greffener belohnen sich in Handorf nicht selbst mit 3 Punkten

Gut 50 Zuschauer sahen an der „Sportanlage Heriburgstraße“ ein heiß umkämpftes aber zu jeder Zeit sehr faires Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich der TSV Handorf aufgrund besserer Chancenauswertung mit 2:0 gegen den FC Greffen durch.

Ausgangslage:

Der Tabellenzweite aus Handorf empfing den Tabellenvierten aus Greffen.  Die Mannschaft von Karsten Eggersmann hatte noch minimale Chancen auf den zweiten Platz in der Kreisliga B3. Bei zehn Punkten Rückstand auf den TSV Handorf und noch vier ausstehenden Spielen war ein Sieg jedoch Pflicht, um zumindest eine theoretische Chance auf Platz zwei zu wahren, welcher aktuell zur Relegation um den Aufstieg berechtigt. Der TSV Handorf dagegen war zum Siegen verdammt, um die Verfolger aus Greffen und Münster auf Distanz zu halten und die Chancen auf Platz eins und den damit verbundenen direkten Aufstieg aufrechtzuerhalten.

Karsten Eggersmann schwor seine Mannschaft vor dem Spiel dementsprechend ein:

Die einzige Mannschaft, die heute was zu verlieren hat ist der TSV Handorf. Wir können frei aufspielen!

La Mannschaft:

Nach dem 1:0 Heimsieg über den DJK RW Alverskirchen war Greffens Trainer wieder zu einigen Umstellungen gezwungen. Neben den Langzeitverletzten Lucas Haffke, Dusty Haffke, Jonas Pickhinke und Jan Menke, fielen kurzfristig auch Michael Johanndeiter, Luke Herzog und Lars Becher aus. Dafür hofften die Greffener auf ein Comeback von Andre Leismann.

Unser Team am heutigen Spieltag:

Unsere Startelf: 1. M. Urbatzka (TW), 2. S. Terhar, 3. M. Loddemann, 5. S. Leismann, 6. B. Fölling, 7. N. Terhar, 11. M. Pickhinke, 12. C. Engbert, 14. D. Nünning, 17. L. Lankowsky, 18. St. Leismann

Unsere Bank: 22. A. Kwiatek (ETW), 8. L. Becher, 9. A. Leismann, 13. K. Eggersmann, 16. F. Leismann

Taktik:

Der FC Greffen setzte wie in den Wochen zuvor auf das bewährte 4-1-4-1 System. Durch den Ausfall aller drei Stürmer rückte Nils Terhar vom Mittelfeld ins Sturmzentrum.

Spielverlauf und Analyse:

Die Partie begann genauso, wie es die Tabellenkonstellation hatte vermuten lassen. Beide Mannschaften spielten mutig nach vorne und so kam der FC Greffen bereits nach wenigen Minuten zu einer Großchance durch Nils Terhar, der aus 10 Metern am starken Handorfer Torhüter scheiterte.

Das Spiel lebte speziell in der Anfangsphase von schnellem Angriffsfußball und vielen Zweikämpfen. Während Greffen häufig über tiefe Pässe in die Schnittstelle der Abwehr und Tempovorstößen auf den Außenpositionen zu Chancen kam, wurde der TSV Handorf meist über präzise gespielte Diagonalbälle gefährlich. Wirklich hochkarätige Torchancen kamen dabei jedoch noch nicht heraus. Nach einer harmlos aussehenden Aktion verletzte sich dann der bis dato sehr starke Michael Loddemann und musste prompt ausgewechselt werden. Für die letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit wurde dann Fabian Leismann eingewechselt, der Michael Loddemann im rechten Mittelfeld ersetzte.

Nach der Pause fanden die Greffener nicht mehr richtig ins Spiel. Offensivaktionen wurden Mangelware und die Angriffsbemühungen bereits häufig kurz hinter der Mittellinie unterbunden. Handorf setzte weiter auf Diagonalbälle und folglich auch auf die daraus resultierenden, gefährlichen zweiten Bälle, da die Greffener immer häufiger Schwierigkeiten hatten, sich aus diesen Situationen zu befreien.

Das 0:1 in der 60. Minute aus Sicht der Greffener war dann Konsequenz einer langen Fehlerkette in der Abwehrreihe der Gäste. Ein langer Diagonalball auf die linke Offensivseite der Handorfer konnte nicht zwingend genug geklärt werden, sodass der Ball noch einmal vor das Tor gebracht werden konnte. Dabei gab es Abstimmungsschwierigkeiten zwischen dem Greffener Torhüter und seinen Vorderleuten, welche Lars Dohmen in der 60. Minute mit einem Abstauber für sich nutzen konnte. Der FC Greffen versuchte danach noch einmal alles. Nils Terhar köpfte zehn Minuten vor dem Ende nach einer Ecke den Ball knapp über das gegnerische Gehäuse. Kurz darauf wurde er durch einen Geniestreich des eingewechselten Karsten Eggersmann in Szene gesetzt und hatte freie Bahn aufs gegnerische Tor. Der Schiedsrichter entschied zum Unmut der Greffener jedoch auf Abseits.

Die intensive Partie hatte an den Kräften der Greffener gezerrt und so schlichen sich gerade in der Schlussphase vermehrt Fehler im Aufbau- und Stellungsspiel ein. Nach einem Einwurf düpierten zwei Außenspieler der Handorfer die gesamte Hintermannschaft der Gäste und legten in der Mitte auf den Torschützen aus der 60. Minute zurück. Lars Dohmen hatte nach guter Vorarbeit keine Mühe mehr, seinen Doppelpack zu schnüren und das Spiel endgültig zu entscheiden.

Erwähnenswert war danach nur noch das Comeback von Andre Leismann, der nach mehrwöchiger Pause endlich wieder auf dem Platz stand. Trotz der 0:2 Niederlage war Greffens Trainer Karsten Eggersmann stolz auf die Leistung seiner Mannschaft:

Die Jungs haben alles reingehauen. In solchen Spielen müssen wir unsere Chancen konsequenter nutzen, dann darf sich Handorf nicht beschweren, wenn wir mit einem oder sogar drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren. Bedenkt man, dass heute viele Spieler auf dem Platz standen, die in den letzten Wochen und Monaten wenig bis gar nicht trainieren konnten, war das schon eine sehr gute Leistung. Dass alle trotz großartiger Leistung enttäuscht über das Ergebnis waren, spricht für die tolle Moral dieser Mannschaft.

Ausblick:

Der FC Greffen hat bei den noch verbleibenden drei Spielen keine Chancen mehr auf den 2. Tabellenplatz, welcher zur Relegation berechtigt. Um die Saison abzurunden, wird die Truppe von Karsten Eggersmann in den verbleibenden drei Spielen jedoch noch einmal versuchen, den dritten Tabellenplatz vom SC Münster 08 zurückzuerobern. Der TSV Handorf dagegen darf sich die Termine für die Relegationsspiele schon einmal rot im Kalender markieren. Bei neun Punkten Vorsprung auf Platz drei und acht Punkten Rückstand auf Platz eins ist rechnerisch zwar noch alles möglich, damit es am letzten Spieltag aber zum Showdown zwischen Warendorf und Handorf kommen könnte, dürfte die WSU aus den nächsten beiden Spielen maximal einen Punkte holen.

Der FC Greffen ist am kommenden Sonntag, 14. Mai 2017 um 13.00 Uhr zu Gast beim TuS Freckenhorst II. Ganz sicher wird das ein spannendes Derby, denn Freckenhorst benötigt im Abstiegskampf noch jeden Zähler, der FC Greffen will den 3. Tabellenplatz zurück und freut sich somit über jegliche Unterstützung von den Tribünen!